Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965)

Kleine Einführung in Geschichte, Wesen und Wirkung des Zweiten Vatikanums, ausgehend vom Standpunkt der katholischen Tradition

von einer KJBlerin aus München

Warum beschäftigen wir uns mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil?

Seit dem Tridentinischen und dem Ersten Vatikanischen hat es in der Kirchengeschichte nur noch das Zweite Vatikanische Konzil gegeben. Daher ist es – als das letzte und uns zeitlich nächste Konzil − natürlich sehr bedeutend für uns. In der heutigen Theologie beruft man sich denn auch fast überall auf das Zweite Vatikanum bzw. den „Geist des [Zweiten Vatikanischen] Konzils“.

Ausschlaggebend für uns ist aber vor allem, dass auf diesem Konzil liberale und modernistische Kräfte, die bereits die Kirche untergruben, schließlich die Oberhand gewannen, was einen beispiellosen Umbruch in der katholischen Kirche herbeiführte:

„Man kann daher sagen, daß das II. Vatikanum die Initialzündung für den vollen Ausbruch der Kirchenkrise gewesen ist.“[1]

Zur darauffolgenden revolutionären Umgestaltung der Kirche und ihrer Öffnung zur Welt hin gibt es viele bestätigende Aussagen − von Lobrednern wie von Kritikern.

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An interview with Bishop Fellay about the Second Vatican Council

An exclusive interview with Bishop Bernard Fellay, superior general of the Society of St. Pius X, at the society’s headquarters in Menzingen, Switzerland. Bishop Fellay has been at the heart of a drama within the Catholic Church since he was ordained illicitly by the group’s founder, Archbishop Marcel Lefebvre, in 1988, protesting the modernizing reforms of the Second Vatican Council. Since 2009, he has been involved in private doctrinal talks with Rome in an effort to overcome the division between his traditionalist society and the Vatican. An announcement is expected by the end of May regarding the outcome of those talks.

DGW-Projekt: Wenn Jurastudenten sich in der Theologie verirren

von Anton Löhmer

Kürzlich fand ich auf dem Blog „katholon.de“ einen amüsanten Beitrag über meine Person. Zunächst stellte Simon Löschke einige Erwägungen darüber an, welche kirchenrechtlichen Strafen ich für meine Untaten auf mich gezogen haben könnte: Zumindest sei ich Schismatiker und damit automatisch exkommuniziert, vermutlich auch noch Häretiker – offenbar weil ich es wage, in puncto Religionsfreiheit dieselbe Meinung zu vertreten wie der Hl. Thomas von Aquin.
Danach wurde mir mit einem messerscharfen Argument bewiesen, daß das Konzil keinen Bruch mit der Tradition darstellen könne:  „Wenn das Lehramt hier sagt: hier findet kein Traditionsbruch statt, dann findet hier kein Traditionsbruch statt. Ganz einfache Sache eigentlich.“ Daß bei geringfügiger Aktivierung des Verstandes sofort erkannt werden kann, daß „Dignitatis humanae“ genau das lehrt, was von den Päpsten des 19. Jahrhunderts einhellig als Irrtum verurteilt und von Gregor XVI. als Wahnsinn bezeichnet wurde, interessiert den Verfasser nicht. Daß die wichtigsten Verfasser der Konzilserklärung, Yves Congar und Courtney Murray, ebendiesen Bruch mit der Tradition offen zugeben, interessiert ihn noch viel weniger, denn „nur der Papst, und mit ihm die Bischöfe haben das Recht, Texte und Lehrmeinungen zu interpretieren.“ Offenbar haben die dummen Konzilstheologen ihre eigenen Texte nicht richtig verstanden…

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Wer sind Sie und woher kommen Sie?! – Vortragsabend mit übellaunigem Kapuziner

ein Bericht von D. M. G., KJBlerin aus München

Am vergangenen Mittwochabend besuchten wir – fünf KJBler und ein Gast – einen Vortrag des Kapuzinerpaters Dr. J. B. E., wobei wir nach den jüngsten Erfahrungen aus Maria Himmelfahrt schon auf das Schlimmste vorbereitet waren. Daher waren wir alle erst einmal positiv von dem Veranstaltungsort überrascht, dem Pfarrsaal St. Joseph: ein Vortragstisch, hintereinander gereihte Stühle und keinerlei musikalischen Einlagen.

Der Referent, den wir in seiner Zivilkleidung mit Anzug und Krawatte zunächst nicht identifizieren konnten, erfreute unser Herz mit seinen überraschend konservativen Ausführungen: Er betonte, daß das Zweite Vaticanum „keine Glaubenswahrheiten über Bord geworfen“ habe, daß ein Konzil nicht einfach nach Belieben eine neue Lehre erfinden könne, und verzichtete komplett auf die Leugnung von Dogmen. Auf kleinere Ausreißer, z.B. den Vorschlag, man solle kirchliche Ämter wählen und auf Zeit vergeben, wollen wir großmütig hinwegsehen.

Doch unser eigentliches Thema ist ja die Religionsfreiheit, die in seinen Ausführungen leider überhaupt nicht explizit angesprochen wurde. Zur Sprache kam dagegen die Hermeneutik der Kontinuität, diese sei nach Meinung des Referenten bei allen Konzilsdokumenten, „Dignitatis humanae“ inklusive, möglich.

http://antonloehmer.wordpress.com/2012/03/21/wer-sind-sie-und-woher-kommen-sie-vortragsabend-mit-ubellaunigem-kapuziner/