DGW-Projekt: Wenn Jurastudenten sich in der Theologie verirren

von Anton Löhmer

Kürzlich fand ich auf dem Blog „katholon.de“ einen amüsanten Beitrag über meine Person. Zunächst stellte Simon Löschke einige Erwägungen darüber an, welche kirchenrechtlichen Strafen ich für meine Untaten auf mich gezogen haben könnte: Zumindest sei ich Schismatiker und damit automatisch exkommuniziert, vermutlich auch noch Häretiker – offenbar weil ich es wage, in puncto Religionsfreiheit dieselbe Meinung zu vertreten wie der Hl. Thomas von Aquin.
Danach wurde mir mit einem messerscharfen Argument bewiesen, daß das Konzil keinen Bruch mit der Tradition darstellen könne:  „Wenn das Lehramt hier sagt: hier findet kein Traditionsbruch statt, dann findet hier kein Traditionsbruch statt. Ganz einfache Sache eigentlich.“ Daß bei geringfügiger Aktivierung des Verstandes sofort erkannt werden kann, daß „Dignitatis humanae“ genau das lehrt, was von den Päpsten des 19. Jahrhunderts einhellig als Irrtum verurteilt und von Gregor XVI. als Wahnsinn bezeichnet wurde, interessiert den Verfasser nicht. Daß die wichtigsten Verfasser der Konzilserklärung, Yves Congar und Courtney Murray, ebendiesen Bruch mit der Tradition offen zugeben, interessiert ihn noch viel weniger, denn „nur der Papst, und mit ihm die Bischöfe haben das Recht, Texte und Lehrmeinungen zu interpretieren.“ Offenbar haben die dummen Konzilstheologen ihre eigenen Texte nicht richtig verstanden…

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