Interview mit der DGW-Journalistenpreisträgerin 2012 Katharina Weinhardt

Katharina, als erste Frau überhaupt hast Du die fünfte Auflage des DGW-Journalistenpreises mit 35 Prozent der Leserstimmen für Dich entschieden. Im Namen der Redaktion gratuliere ich Dir ganz herzlich. Was bedeutet für Dich dieser Erfolg?

Zunächst möchte ich natürlich ganz herzlich allen danken, die für meinen Artikel gestimmt haben! Für mich bedeutet dieser Erfolg, dass viele DGW-Leser mit meinem Artikel etwas anfangen konnten. Es freut mich sehr, dass ich meine Begeisterung für die Kirchengeschichte mit ihnen teilen konnte. Andererseits zeigen aber auch die 65 Prozent der Stimmen für andere Autoren, auf welches Interesse alle Artikel gestoßen sind. Es ist eine Freude für eine Zeitschrift zu schreiben, die Raum für eine so große Vielfalt guter Artikel bietet!

Wie kam es bei Dir zu dieser interessanten Themenwahl?

Meine Begeisterung für die Kirchengeschichte wurde erst geweckt, als ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftigte. Davor war für mich unter anderem das Thema „Kreuzzüge“ einer der Gründe dafür, die katholische Kirche abzulehnen. Als ich mich mit diesem Thema irgendwann dann doch auseinandersetzte, erkannte ich, dass ich die Kirche und die Kreuzzüge in einem falschen Licht gesehen hatte. Deshalb war es mein Wunsch, meine gewonnenen Erkenntnisse auch mit den DGW-Lesern zu teilen und ihnen einen – vergleichsweise kurzen – Überblick über die Kreuzzüge zu verschaffen.

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Kannst du mir sagen, was die Klugheit ist?

DSC_0285-Farben-neu-ausgeschnittenEine kleine Abhandlung über die Tugend der Klugheit.

von David Maria Ernst, Innsbruck

Im Lukasevangelium gibt es ein Gleichnis, das auf Anhieb gar nicht so leicht zu verstehen ist. Es ist das Gleichnis vom ungerechten Verwalter, dem Jesus – trotz seiner offensichtlichen Veruntreuung – ein Lob ausspricht.[1] Man kann sich einer gewissen Verwunderung nicht entziehen, wie Jesus diesen Verwalter als Beispiel für die Kinder des Lichtes anführen kann, da dieser die Klugheit doch offensichtlich nur für seine Gaunereien eingesetzt hatte. Lobt Jesus aber wirklich die Tugend der Klugheit oder nicht vielleicht etwas anderes?

Die Tugend der Klugheit ist unter den moralischen Tugenden am schwersten zu verstehen. Sie ist vielfältigen Missverständnissen ausgesetzt und ihre Behandlung wird heute, wie einer der größten Thomisten des 20. Jh., Garrigou-Lagrange († 1964), bekümmert feststellt, geradezu unterdrückt,[2] selbst von christlichen Denkern.

Es wird also höchste Zeit, die Klugheit wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, um sie wieder an den Platz zu stellen, der ihr aufgrund ihrer Würde zukommt. Ich werde hier also versuchen, mit einigen groben Pinselstrichen, die Tugend der Klugheit zu umreißen, um ein wenig Licht in diese unterschätzte Angelegenheit zu bringen.

Um dies tun zu können, werde ich zunächst darauf eingehen, was die moralischen Tugenden überhaupt sind. Anschließend möchte ich untersuchen, was die Klugheit im Besonderen ausmacht, was ihre genaue Aufgabe und ihr Verhältnis zu den anderen Tugenden ist. Zum Abschluss werde ich ein paar kurze Gedanken anreißen, welchen Nutzen uns eine Betrachtung der Klugheit bringen könnte.

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In eigener Sache…

Korrektur des Artikels

„Gegen die umstrittene Konzilserklärung Dignitatis humanae über die Religionsfreiheit“

von Christian Schenk in „Der Gerade Weg“ Nr. 3 / 2012, Seiten 8-19

Es tut mir sehr leid, auf zwei Irrtümer, in der von mir verfassten oben genannten Arbeit, hinweisen zu müssen:

  1. Staatliches Recht auf Religionsfreiheit im Privatbereich ergibt sich nicht aus menschlicher Willensfreiheit. Die entgegengesetzte Behauptung, die ich in meinem Artikel vertrat, ist falsch. Es ist die Natur des Staates, die die staatliche Unterdrückung der falschen Religionen im Privatbereich verbietet. Die natürliche Zuständigkeit des Staates erstreckt sich nur auf den öffentlichen Bereich. Der Staat ist also naturgemäß dazu verpflichtet, sich aus dem Privatleben herauszuhalten, weshalb er auch ein staatliches Recht auf private Religionsfreiheit zugestehen muss. Im Privatbereich sind natürlicherweise die Familienhäupter (Großvater, Vater) für die Unterdrückung falscher Religionen, durch die Gott beleidigt und die Seelen verdorben werden, verantwortlich.
  2. Konzilserklärung „Dignitatis humanae“ lehnt katholische Staaten nicht gänzlich ab. In meinem Artikel liest man, dass die Konzilserklärung den Staaten verbiete, sich zum Katholizismus zu bekennen. In Artikel 6 der Konzilserklärung wird es jedoch nicht abgelehnt, dass „in Anbetracht besonderer Umstände in einem Volk einer einzigen religiösen Gemeinschaft in der Rechtsordnung des Staates eine spezielle bürgerliche Anerkennung gezollt wird“. Insofern wäre auch ein katholischer Staat denkbar. Die Konzilserklärung bestreitet vielmehr die moralische Verpflichtung des Staates die falschen Religionen, die ein gesellschaftliches Übel darstellen, so weit wie möglich zu unterdrücken, ohne dass damit zugleich ein größeres Gut beseitigt oder ein schlimmeres Übel bewirkt wird. Die Konzilserklärung bestreitet nicht nur diese moralische Verpflichtung des Staates, sondern sieht in einem derartigen Vorgehen des Staates sogar ein Verbrechen gegen die Menschenwürde.

Dieselben Irrtümer, die hier aufgezeigt wurden, finden sich auch in meinem Kurztext „Gegen die Erklärung ‚Dignitatis humanae‘ des II. Vatikanums über die Religionsfreiheit“, der auf der Internetseite von „Der Gerade Weg“, von Anton Löhmer, mehrfach auf gloria.tv und in kath.traditionsforum.eu.tf zu lesen war (auch in der Form eines Handzettels zur Verbreitung und in der etwas veränderten Form eines Leserbriefes an das Wochenblatt). Die Texte wurden bereits überall gelöscht.

Mit herzlichen Grüßen und einer großen Entschuldigung,

Christian Schenk

Die Auferstehung Christi und die moderne Naturwissenschaft (Teil 2)

Auferstehung2von Inge M. Thürkauf

Die begrifflichen Zweideutigkeiten in der Theologie

Dieser Kirche ist auch bekannt, dass begriffliche Zweideutigkeiten notgedrungen zu Verunsicherung im Glauben führen. Nun aber wird in der neuen Theologie mit Vorliebe nicht von der Auferstehung Christi, sondern von der Auferweckung gesprochen. Das ist in sich nicht falsch. Von Auferweckung kann man sprechen, wenn dieser Begriff in Zusammenhang mit Gottvater genannt wird: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt …“ (Röm 10,9), wie der hl. Paulus in seinem Römerbrief schrieb. Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott. Als wahrer Mensch wurde er von Gottvater von den Toten auferweckt. Als wahrer Gott hingegen ist Jesus als Sieger über den Tod von den Toten – und zwar „aus eigener Kraft“ – auferstanden. In diesem Sinne hat er auch seine Jünger über das, was an ihm geschehen würde, unterrichtet, dass er, nachdem er getötet worden sei, am dritten Tag wieder auferstehen werde (Mk 9,30). Und dies secundum carnem, nach dem Fleische, also in seiner Leibhaftigkeit.

Trotzdem werden Stellen, die in der Vulgata eindeutig von „Auferstehung“ sprechen (Si autem Christus non resurrexit … – „Wenn aber Christus nicht auferstanden ist“, 1 Kor 15,14) mit „Auferweckung“ übersetzt („Ist aber Christus nicht auferweckt worden …“). Der folgende Vers 15 zeigt klar, dass die Vulgata ein eigenes Wort für „Erweckung“ gebraucht: … quoniam testimonium diximus adversum Deum quod suscitaverit Christus – „weil wir wider Gott bezeugt haben, daß er (nämlich Gott-Vater) Christus auferweckt habe“. Auch die bekannte und wohl älteste Osterakklamation surrexit Dominus vere – „Der Herr ist wahrhaft auferstanden“ (Lk 24,34) erfährt eine irreführende Übersetzung, wenn wir lesen: „Wahrhaft ist auferweckt der Herr“[xxxiv].

Warum diese Vermischung der Begriffe? Soll vielleicht damit impliziert werden, dass Jesus doch nicht wahrer Gott ist, die zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, sondern nur „der Mann von Nazareth“, der Revolutionär, der Prophet, dem man demnach auch keine Anbetung schuldet? Das faktische Erliegen der eucharistischen Anbetung könnte diesen Schluss zulassen. Tatsache ist jedenfalls, dass diese Vermischung der Begriffe zu einer Verunsicherung im Glauben geführt hat und immer noch führt, wenn nicht gar zum Glaubensverlust. Weiterlesen

Die Auferstehung Christi und die moderne Naturwissenschaft (Teil 1)

von Inge M. Thürkauf[i]

Auf den ersten Blick scheint die Gegenüberstellung von Auferstehung Christi und Naturwissenschaft provokant. Wie soll ein Ereignis, das im Bereich der Transzendenz seine Erklärung findet, mit einer dem rein Irdischen zugewandten Wissenschaft in Verbindung zu bringen sein? Und doch hat nichts den Glauben an die Realität der Auferstehung Christi so zerrüttet wie die zeitgenössische Erforschung der Natur.

Durch die Macht und die Erfolge der Technik in den letzten hundert Jahren erlangte die moderne, sich als wertfrei verstehende Naturwissenschaft eine hohe Autorität. Für nicht wenige ist sie zur Ersatzreligion geworden. Sie hat es zustande gebracht, dass ein wahrer Kahlschlag an Glaubenswahrheiten stattgefunden hat. Der Glaube an Gott wurde vom Glauben an die Wissenschaft verdrängt. Dabei wird vergessen, dass nicht an die Wissenschaft, sondern in der Wissenschaft geglaubt werden soll, und zwar an den, der die Wissenschaft durch seine Geschöpfe überhaupt ermöglicht – an Gott.

Auferstehung1

Der Glaube der Kirche an die Auferstehung Christi

Zentraler Inhalt der christlichen Lehre ist der Glaube an die wirkliche und leibhaftige Auferstehung des gekreuzigten Jesus. Aber gerade dieses „Heiligtum unseres Glaubens“[ii] wird nicht nur entweiht, sondern in der modernen Exegese sogar geleugnet, ungeachtet des Bekenntnisses ungezählter Heiliger, die sich ausnahmslos zum Ostergeheimnis bekannt haben. Der hl. Augustinus nennt die Ostervigil die „Mutter aller Vigilien“ und spricht von der zweifachen Auferstehung, die wir in der Osternacht feiern: die Auferstehung Christi, des Hauptes der Kirche, und die geistige Auferstehung der Glieder seines Leibes, der Gläubigen, in der Taufe oder in der Erneuerung der Taufe in der Osternacht. In der ganzen Liturgie der Osterfeier offenbart die Kirche die überschwängliche Liebe Gottes, der nicht gezögert hat, seinen eigenen Sohn zum Tod am Kreuze hinzugeben, um sein ungetreues Geschöpf zu erlösen.

Der hl. Paulus hat vor den Angriffen auf den Glauben gewarnt. In seinem ersten Brief an die Korinther weist er auf die Konsequenzen der Leugnung der Auferstehung hin, wenn er schrieb: „Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist euer Glaube nichtig; denn ihr seid dann noch in euren Sünden“ (1 Kor 15,17), mit anderen Worten: Das ganze Evangelium wäre somit falsch und unwahr. Nun hat aber Jesus selbst seine Auferstehung als Zeichen und Siegel seiner messianischen und göttlichen Würde verstanden (Joh 2,18 ff, Mt 12,38–42). Wäre also seine Auferstehung eine reine Legende, so würde er schon längst als falscher Prophet entlarvt worden sein. Auch der hl. Johannes Chrysostomus mahnte: „Ist Christus nicht auferstanden, so ist er nicht der wahre Messias, da dieser nach der Heiligen Schrift auferstehen mußte. Ist er nicht der wahre Messias, so ist er nicht derjenige, welcher der Heiligen Schrift gemäß für unsere Sünden genugtun mußte, also sind uns die Sünden noch nicht nachgelassen.“[iii] Das würde bedeuten, dass alle, welche glauben, in Christus erlöst zu sein, sich irren. Sie sterben in Sünden und sind daher verloren (2 Kor 5,18–21). „Nicht darin besteht das Verdienst des Christen, zu glauben, daß Christus gestorben ist, sondern zu glauben, daß er von den Toten auferstanden ist.“[iv] Weiterlesen

Jahreslosung 2013

„Man kann nur lieben, was man kennt!“

Hl. Thomas von Aquin (1224–1274)

Pater Pirmin SuterKürzlich diskutierte ich mit einer Studentin über den Unterschied zwischen der alten und der neuen Messe. Sonntags besucht sie nur die neue Messe bei etwas konservativeren Priestern. Gegenüber der alten Messe war sie eher abgeneigt, aber sie war neugierig, sie wollte wissen, warum wir (die Piusbruderschaft) die neue Messe eigentlich so vehement ablehnen. Sie hörte zu, fragte nach und auf einmal schien ihr ein Licht aufzugehen. Sie erkannte, dass es sich bei dieser Frage nicht um nebensächliche Äußerlichkeiten handelt, sondern um die Frage, ob Gott oder der Mensch im Zentrum des Geschehens steht, ob der Priester ein Showmaster oder ein Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, ob es sich um ein Event für Jugendliche oder um eine unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi handelt. Auf einmal schien diese Studentin eine Zuneigung, eine Liebe zur alten Messe zu verspüren, weil sie erkannt hat, wie gut und liebenswert diese Messe aller Zeiten ist.

Warum schreibe ich Euch das, liebe Jugendliche? Der hl. Thomas erklärt: „Man kann nichts wollen, was man zuvor nicht erkannt hat.“ Oder mit anderen Worten: „Man kann nur lieben, was man kennt.“ Genau das ist die Jahreslosung für dieses Jahr und sie kommt in dieser Episode gut zum Ausdruck. Die Liebe ist ein Willensakt. Doch der Wille ist an sich blind, er folgt dem, was ihm die Vernunft als gut präsentiert. Der Wille ist immer auf das Gute gerichtet, entweder auf ein wahres Gut oder aber ein Scheingut. Darin liegt eine Schwierigkeit: Wenn die Vernunft einen Gegenstand nicht oder ungenügend kennt oder vielleicht sogar eine falsche Einschätzung darüber vornimmt, kann es sein, dass der Wille einem Scheingut folgt. Es handelt sich um eine Scheinliebe, die oft sehr schnell vergeht und einen bitteren Nachgeschmack zurücklässt. Das ist das Geheimnis der Bosheit: Der Mensch liebt in der Sünde etwas Böses unter dem Anschein des Guten, weil er für sich hier und jetzt etwas Gutes dabei sieht und dieses Scheingut liebt – aber wie bitter ist nachher die Enttäuschung über eine solche Scheinliebe!

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Reihen schließen – Für den Heiligen Vater beten!

Lasset uns beten für unseren Obersten Hirten Papst Franziskus: Der Herr behüte ihn und erhalte sein Leben. Er lasse ihn gesegnet sein auf Erden und übergebe ihn nicht  dem Hasse seiner Feinde. Allmächtiger ewiger Gott, erbarme Dich  Deines Dieners, unseres obersten Hirten Franziskus, und führe ihn nach Deiner  Milde auf dem Wege des ewigen Heiles, auf dass er mit Deiner Hilfe was Dir  wohlgefällig ist wirke und es mit ganzer Kraft vollbringe. Durch Christus,  unsern Herrn. Amen.

Die DGW-Redaktion ruft als Teil des gesamten katholischen Erdkreises seit Mittwochabend: Habemus Papam!

Pope Francis I First Day As New Pontiff

Wie jeden Tag dürfen die KJB-ler seit Mittwochabend wieder das obige Gebet für  den Papst verrichten. Die Verrichtung  dieses Gebetes ist uns nicht ins Belieben gestellt. Für den Papst zu beten ist unsere Pflicht. Wir wollen darauf  vertrauen, dass der Papst vom Heiligen Geist die Standesgnaden zur Leitung der  Kirche Jesu Christi verliehen bekommt. Die Anliegen der katholischen Tradition  sehen wir unter der souveränen Führung des Generaloberen der Piusbruderschaft, S. Ex. Weihbischof Bernard Fellay, beim Pontifex bestens vertreten.

Der Papst, der in seiner ersten Predigt sagte, ohne Christus sei die Kirche nur eine  fromme Nichtregierungsorganisation, ohne ihn als das Fundament und den Eckstein stürze die Kirche ein wie eine Sandburg, ist dazu aufgerufen, bei der Besinnung  auf dieses Fundament den reichen Schatz der katholischen Liteurgie aller Zeiten zu entdecken und zur Gesundung der Kirche anzuwenden. In der weiten Welt der  katholischen Tradition findet er genug Zeugen dafür, dass der Akt der Devotion Christi, den er in seiner Predigt gefordert hat (“Wer nicht Christus anbetet,  betet den Teufel an”), hier in seiner wahren Form vollzogen wird.

Wir haben untenstehend den Brief des Heiligen Vaters aufgelistet, den er im Jahre 2010 als Kardinal Bergoglio an die Karmelklöster seiner Diözese Buenos Aires schrieb und in dem er einen Scharfblick für den gegenwärtigen kulturpolitischen Kampf an den Tag legt, den deutsche Kardinäle ja leider vermissen lassen.
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Ein „Marsch fürs Läbe“ am 15. September 2012 in Zürich

ein persönlicher Erfahrungsbericht von Ralph Studer

Zusammen mit einigen Freunden und Bekannten habe ich dieses Jahr zum ersten Mal am „Marsch fürs Läbe“ teilgenommen. Es war sehr beeindruckend und erhebend zugleich, zu sehen, wie viele Menschen (zwischen 1500 und 2000) sich zusammengefunden hatten, um sich gemeinsam für das Lebensrecht der Ungeborenen starkzumachen und ein Zeichen des Lebens gegen den lautlosen Tod der Allerschwächsten zu setzen. Sogar aus Polen war ein Bus mit jungen Lebensschützern angereist. Besonders dieses Beispiel der Polen führte mir vor Augen, dass es unser aller Einsatz braucht und dass wir für den Erhalt der christlichen Werte in unserer Gesellschaft keine Mühen scheuen dürfen, wenn wir unser christliches Abendland wirklich bewahren und retten wollen.

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Beginn der Veranstaltung war um 14 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Münsterhof mit kurzen geistlichen und politischen Referaten sowie Lebensberichten von Personen, die selber abgetrieben haben und diesen Schritt heute sehr bedauern. Auch wenn diese Kundgebung durch laute Trillerpfeifen und Sirenen von linken Aktivisten gestört wurde, tat dies der guten Stimmung auf dem Münsterhof keinen Abbruch.

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Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965)

Kleine Einführung in Geschichte, Wesen und Wirkung des Zweiten Vatikanums, ausgehend vom Standpunkt der katholischen Tradition

von einer KJBlerin aus München

Warum beschäftigen wir uns mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil?

Seit dem Tridentinischen und dem Ersten Vatikanischen hat es in der Kirchengeschichte nur noch das Zweite Vatikanische Konzil gegeben. Daher ist es – als das letzte und uns zeitlich nächste Konzil − natürlich sehr bedeutend für uns. In der heutigen Theologie beruft man sich denn auch fast überall auf das Zweite Vatikanum bzw. den „Geist des [Zweiten Vatikanischen] Konzils“.

Ausschlaggebend für uns ist aber vor allem, dass auf diesem Konzil liberale und modernistische Kräfte, die bereits die Kirche untergruben, schließlich die Oberhand gewannen, was einen beispiellosen Umbruch in der katholischen Kirche herbeiführte:

„Man kann daher sagen, daß das II. Vatikanum die Initialzündung für den vollen Ausbruch der Kirchenkrise gewesen ist.“[1]

Zur darauffolgenden revolutionären Umgestaltung der Kirche und ihrer Öffnung zur Welt hin gibt es viele bestätigende Aussagen − von Lobrednern wie von Kritikern.

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Katholische Aidsprävention im Diskurs oder die „Burka des Westens“

Cover

von Friedrich Reusch

Am Dienstag, dem 17. März 2009 unternahm Papst Benedikt XVI. eine apostolische Reise nach Afrika. Im Flugzeug bekam er eine Frage zum Umgang der katholischen Kirche mit der Aidsepidemie gestellt, worauf er antwortete:

Ich würde sagen, das Problem Aids kann man nicht bloß mit Werbeslogans überwinden. Wenn die Seele fehlt, wenn die Afrikaner sich nicht selbst helfen, kann diese Geißel nicht mit der Verteilung von Kondomen beseitigt werden – im Gegenteil: Es besteht das Risiko, das Problem zu vergrößern.

Die Lösung kann nur mit einem doppelten Engagement gefunden werden:

Das erste ist eine Humanisierung der Sexualität, das heißt eine geistige und menschliche Erneuerung, die eine neue Art des Umgangs miteinander bringt.

Und das zweite eine wahre Freundschaft auch und vor allem mit den Leidenden, die Bereitschaft, bei ihnen zu sein, auch mit Opfern und persönlichem Verzicht.[1]

Ein gleichgeschalteter Aufschrei ging durch die Presselandschaft. So war beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung zu lesen:

Die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks Unicef re[a]gierte inzwischen mit Unverständnis auf die Äußerungen des Pontifex zur Aids-Problematik. ,Erwachsene und Jugendliche müssen über die Ansteckungswege Bescheid wissen – und darüber, wie man sich vor Aids schützen kannʼ, sagte Unicef-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Kondome seien Teil der weltweiten Aufklärungskampagnen nach dem ,ABC-Ansatzʼ. Dabei stehe A für Abstinenz, B für ,Bleib treuʼ und C für die Benutzung von Kondomen (englisch: ,Condomsʼ). ,Das ist unsere klare Botschaft an die Jugendlichen auf der Weltʼ, so Stachelhaus.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte in Berlin, angesichts der Ausbreitung von Aids im südlichen Afrika seien die Worte des Papstes ,zynisch und menschenverachtendʼ. Warum Kondome die Situation angeblich sogar noch verschlimmerten, erkläre der Papst nicht.[2]

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Kaderschulung 2012

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von Chantal Schweizer

Unsere Schulung begann schon am Ostermontagabend mit dem Einführungsvortrag nach dem Abendessen, in dem es wie jedes Jahr um das Gleichnis des Heilandes von den Talenten ging. Der eine Diener mit fünf Talenten verdoppelte sie auf zehn, ein anderer erhielt drei und verdoppelte sie auf sechs, und ein letzter bekam ein einziges und vergrub es, um es ja nicht zu verlieren. Pater Steiner versuchte uns nahezubringen, dass wir unsere Talente, die wir haben, nutzen sollen, um viele Seelen zum Himmel zu führen. Nach dem Vortrag beschlossen wir den Tag mit der Komplet, um uns danach direkt schlafen zu legen.

Der Dienstagmorgen begann eigentlich wie jeder Tag mit dem gemeinsamen Morgengebet, einer Betrachtung und anschließender heiliger Messe. Nachher hatten wir dann immer im gleichen Rhythmus am Morgen drei Vorträge mit zwischendurch Tischtennisspiel oder „Znünipause“. Nach dem Mittagessen wurde von zwei bis vier Uhr Sport gemacht, wobei die Burschen im Dorf Fußball und die Mädchen in Porta Coeli Volleyball oder Sitzball spielten, joggten oder sich im „Altersturnen“ (sog. Einturnen) übten.

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2012 in review

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

4,329 films were submitted to the 2012 Cannes Film Festival. This blog had 47.000 views in 2012. If each view were a film, this blog would power 11 Film Festivals…

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.